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Übersicht 2012

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Pressezitate

Zu Beim Überschreiten des Taupunkts

Hat man Steine, Schlacken, Rost vor Augen, im Ohr das Quietschen von Eisenbahnbremsen und das Sirren der Oberleitungen, so ist man der Stimmung von Monika Littaus Gedichten ganz nah...
::: www.netz-tipp.de/buecherschau.html

Worte aus der Metaphysik des Aristoteles und aus Hans Magnus Enzensbergers Die Geschichte der Wolken hat Monika Littau ihrem Gedichtband Beim Überschreiten des Taupunkts vorangestellt. Ein Zusammengesetztes sei, wie eine Silbe, mehr als die Summe der Bestandteile, sagt der eine; gelegentlich „die Augen gen Himmel zu wenden“, zu den einflussreichen Wolken, empfiehlt der andere. Dem Mehrwert von Buchstabenfolgen vertraut die nordrhein-westfalische Autorin vom Jahrgang 1955 auf entsprechend unspektakuläre Art. Sie setzt in dem mit eigenen Fotos ausgestatteten Band zudem auf den Effekt exakter Beobachtung. Für den Blick zu den Wolken neigt sie sich zu niederen Pflanzen: „ins leere ins schwarze/ gedeiht was sich nicht/ nach oben streckt“. Nach dem Besuch einer Lesung von Raoul Schrott offenbar aus lyrischen Hohen sinkend, wird das Vers-Subjekt in „unsagbar“ von der profanen Wort-Wirklichkeit aufgefangen: „halt gibt das wort/ dom, hauptbahnhof, gleis 10/ und die stille im grossraumwagen“. Die einzigen Kommas im ganzen Band setzen hier die subtile Pointe.

Monika Littau bewegt sich zwischen Flechtenwelt und Himmelszelt. Meist nah der Natur befragt sie – quasi nach der Natur – auch langsam aus der Mode kommende Begriffe wie Seele, Fegefeuer oder „im lauen Gedicht, gibt sie am Schluss zu bedenken: „wie ernahrst du den himmel/ dass deine gedanken/ gewicht verlieren“.
::: Rezension von Rolf Birkholz (Im Erker Nr. 62, Seite 132, Münster Dezember 2011)

Zu Alphabetta in Alphabettanien

Höchst ansteckende Ideen zum Malen, Bauen und Erfinden
::: Hildegard Ginzler, Blick aktuell, 18. Juni 2008

Im bunten Land der Buchstaben kennt sich die findige Alphabetta aus wie in ihrer Westentasche. Ein Tausendsassa ist auch ihre Schöpferin: Die Autorin Monika Littau.
::: Rheinzeitung 18.10.2007

Zu Himmelhunger Höllenbrot

Ulla will es beweisen: Sie ist nicht undiszipliniert, sie ist nicht unordentlich, sie wird es schaffen, ihren Bauch und ihren Busen wegzuhungern – und fast auch sich selbst… Das ist keine modische Gegenwartsgeschichte. Es ist kein pädagogisches Buch, sondern eine literarisch präzise Beschreibung.
::: WAZ 23.11.2000

Zu Paare pur und Plagiate. Lyrik und Prosa in vier Monden

Mit dem Mond als Zeitmesser zeigt Monika Littau den Wechsel der Gezeiten in einer Liebesbeziehung auf: Von der Verliebtheit über die Ernüchterung bis hin zum Single-Dasein, ehe lustvolles Alleinsein und erneutes Sich-Öffnen versöhnlich und ermunternd anklingen.
::: Ruhrnachrichten 17.08.1993

In vier Kapiteln „besingt“ Monika Littau den Mond: poetisch, wenn er in ihr Haus eindringt; distanziert, wenn sie Sätze des ersten Manns auf dem Mond, Neil Armstrong, einbaut; humorvoll, wenn das Single-Leben ohne Mann und mit Wärmflasche bevorzugt wird; spielerisch, wenn sie Wortlieder komponiert.
::: WAZ 15.12.1993

Zum Wettbewerbsbeitrag „Lyrische Anschläge“ (evang. Kirchentag)

Monika Littau setzte sich in ihrem Gedicht „Angelus Silesius" mit dem Werk … Schefflers auseinander und formte, atemlos beinahe, Wort um Wort, um die innere Zerrissenheit des Kirchenmannes zu verdeutlichen.
::: Westfälische Rundschau 3.6.1991

Zum Theaterstück Trümmerfrauen

Mit diesem dokumentarischen Theater ist es den … Autorinnen gelungen, die Nachkriegszeit aus der Sicht „ganz normaler Alltagsschicksale eindrucksvoll darzustellen.
::: Spenger Nachrichten, 2. April 1992

Die Schicksale beruhen auf wahren Begebenheiten. Die Autorinnen … wollen damit die weitgehend unsichtbar gebliebene Geschichte der Trümmerfrauen … ins Blickfeld rücken. Eine Idee, die sie beeindruckend umgesetzt haben.
::: Neue Westfälische 1. April 1992

Besonders eindrucksvoll ist der dritte Monolog. Hier stehen ein siebenjähriges Mädchen, das früh erwachsen werden musste, und das gespannte Verhältnis zur Mutter im Mittelpunkt. Nach Diffamierungen in der Nazi-Zeit (dem Sohn wurde als Mitglied der Edelweiß-Piraten der Prozeß gemacht) möchte sich die Mutter möglichst unauffällig und angepasst verhalten. Das Mädchen erzählt anrührend von ihrer Liebe zum Bruder, von den Konflikten zwischen Mutter und Sohn, vom Tod des Bruders.
::: Nordwest-Zeitung, Nordenham, 6.3.1992